Ein kleiner Schritt für die Menschheit

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Pünktlich zum fünfzigjährigen Jubiläum der ersten Mondlandung erscheint im wunderbaren Jaja-Verlag mein zweiter Comic, „Ein kleiner Schritt für die Menschheit“, in dem allerdings nicht Neil Armstrong und seine Kollegen abgefeiert werden, sondern eine ganz andere Geschichte beleuchtet wird: Die Geschichte des ersten Versuchs zum Mond zu gelangen, der, man ahnt es bereits, natürlich krachend scheitern musste.

Während im mittelalterlichen Venedig noch über die Glaubwürdigkeit des zurückgekehrten Marco Polo debattiert wird, glauben drei Wissenschaftler noch fest daran, dass sie nur weit genug in den Osten reisen müssen, ehe sie an den Ort gelangen, wo der Mond aus der Erde steigt. Sie ahnen noch nicht, dass sie nicht den Mond erforschen, sondern am eigenen Leib erfahren werden, wie lange Menschen bereit sind, an etwas zu glauben, wenn nur genug davon abhängt — entgegen allen neuen Erkenntnissen.

Der Sehnsuchtsort selbst schläft unterdessen schlecht. Er wird von Alpträumen geplagt — kein Wunder, denn er ahnt, dass es mit den ruhigen Zeiten bald vorbei ist. Die eine Frage drängt sich geradezu auf: Hat sich Neil Armstrong eigentlich je gefragt, ob der Mond überhaupt besucht werden will?

Presse- und andere Stimmen
„Traurig und zutiefst komisch wirkt das, vor allem weil die Figuren selbst wirken als seien sie Cartoons entstiegen. Die drei haben […] Namen, die wie Pointen klingen: wer Gufo, Sparviero oder Ciuffolotto heißt, hat wenig Chancen auf ein Ende als Held. Am witzigsten sind aber ihre Dialoge, in denen es um Teambildung, positives Denken und die Welt als Wille und Vorstellung geht. Da offenbart sich am schönsten der Spagat zwischen Größenwahn und offensichtlichem Scheitern.“
Tagesspiegel Online

„Joachim Brandenberg hat […] eine auf subtiler Komik sowie wundervollen Zeichnungen aufbauende Geschichte geschaffen, die ebenso unterhält wie sie zum Nachdenken anregt. Vor allem in den großformatigen Splashpanels zeigt Brandenburg [sic], dass er nicht nur ein begnadeter Erzähler, sondern auch ein großartiger Illustrator ist.“
Mario Zehe in seinem [ˈKⱰMIK_BLƆG] bei der TAZ, 29.6.2019

„Ich habe sehr gelacht — ein tolles Buch!“
„Eine ganz tolle Grafik. Mein Gott, sehen diese Bilder schön aus!“
Flix bespricht das Buch ausführlich in der RBB-Sendung Die Literaturagenten (ab 41:37) und später nochmal in der „gezeichneten Rezension“ für die Rubrik „Comic des Monats“ (April 2019).

„Eine wunderbar doppelbödige Parabel über die Welt und wie man sie wahrnehmen kann. Darüber, wie der Glaube sehr viel Energie freisetzen kann – und wie er eben auch in die Irre führen kann. Und es ist eine Parabel darüber, wie schwer es ist, im richtigen Moment von einer falschen Überzeugung Abstand zu nehmen.“
Andrea Heinze über den „Comic des Monats“ im Kulturradio RBB.

„Eine schöne Parabel über den Glauben, der Berge versetzen kann.“
Strapazin, Juni 2019

„Joachim Brandenberg, der schon mit Tobisch ein sehr originelles Album abgeliefert hat, führt hier die Selbstverliebtheit eingebildeter Wissenschaftler ad absurdum, indem er sie auf eine Reise schickt, die eigentlich zu nichts führen kann. Eine schräge Idee, viel Fantasie und eine Geschichte, von der man sich fragt, wie sie wohl ausgehen wird, sorgen dabei für Spannung und Abwechslung.“
Comickunst Blog

„Ein Fest fürs Auge und eine herrlich tragikomische Reflexion übers Scheitern.“
Tagesspiegel, 25. April 2019

„[Ich] habe das Buch zwischendurch immer wieder beiseitegelegt, damit ich noch ein wenig länger etwas davon hatte. Eine Empfehlung auch für Menschen, die normalerweise keine Comics oder Graphic Novels lesen, aber durchaus einen philosophischen Ansatz zu würdigen wissen.“
Playto Blog

„Trotz der Figuren im Funny-Stil ist Ein kleiner Schritt für die Menschheit eine tragikomische Erzählung, die gegen Ende psychedelische Züge annimmt. Es ist eine Geschichte von menschlichem Größenwahn, vom Scheitern und vom Irrtum.“
Fischpott Blog

„Joachim Brandenbergs Comic über ein etwas anderes Mondabenteuer ist eine augenzwinkernde Punktladung.“
Comic Report

Ein kleiner Schritt für die Menschheit ist wundervoll gezeichnet, beherbergt herrlich skurrile Gestalten, deren Scheitern aus sicherer Entfernung zu beobachten ein großer Spaß ist, und erweist sich als lesenswerte ‚Histofiction‘. Man kann dem Comic wünschen, dass es ebenso viel Lob erhält wie Brandenbergs Tobisch.“
Comicgate Magazin

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